Steinbeißer

Anarhichas lupus

Größe

Ausgewachsen erreicht der Gestreifte Seewolf eine Länge von etwa 1,2 Metern und ein Gewicht von 25 Kilogramm. Der Gefleckte Seewolf erreicht eine Größe von 1,4 Metern und ein ähnliches Körpergewicht. Das Höchstalter dieser Fische wird auf 25 Jahre geschätzt.

Geschmack

Ihr helles, relativ festes Fleisch weist einen charakteristischen, delikaten Geschmack auf und macht die Steinbeißer zu einem hochgeschätzten Speisefisch.

Nachhaltigkeit

MSC

Natürlicher Lebensraum

Die Steinbeißer gehören zur Familie der Seewölfe oder Katfische, die insgesamt fünf Arten umfasst, von denen zwei wertvolle Speisefische sind: der Gestreifte Seewolf (wiss. Anarhichas lupus) und der Gefleckte Seewolf (wiss. Anarhichas minor). Die gesamte Familie zählt zu den nordischen Fischen, die kalte Gewässer bevorzugen und Temperaturen von über 14 Grad meiden. Alle fünf Arten dieser Fischfamilie bewohnen die kalten Meere der Nordhalbkugel. Hauptsächlich sind dies die mittel- und nordnorwegischen Küsten, die Barentssee, Spitzbergen, Island und Grönland. Es gibt auch eine pazifische Art, den Pazifischen Seewolf, der von Japan über die Aleuten bis Südkalifornien verbreitet ist und als beliebter Speisefisch gilt.

Leben

Als typische „Grundfische“ haben sie ihre Lebensgewohnheiten ganz der bodennahen Lebensweise angepasst. Vorwiegend halten sie sich in einer Meerestiefe von 20 bis 500 Metern oder sogar noch tiefer auf. Sie sind vergleichsweise ruhige, träge Tiere, die nur langsam ihren Standort wechseln und ihre Beute nicht über längere Strecken verfolgen

Nahrung

Ihre Hauptnahrung besteht vor allem aus hartschaligen Tieren, die sie mit ihrem raubtierhaften Gebiss regelrecht aufknacken. Dazu gehören alle Arten von Muscheln und Kleinkrebsen. Sogar vor großen Einsiedler- und Taschenkrebsen sowie Stacheltieren (Seesterne, Seeigel) machen sie nicht halt.

Eigenschaften

Steinbeißer bzw. Seewölfe oder Katfische sind großwüchsige Fische mit länglichem Körper. Charakteristisch für sie ist ihr dicker Kopf mit der breitgerundeten Schnauze, bewehrt mit massiven, kräftigen Zähnen. Die langen Rücken- und Afterflossensäume sind nicht mit der Schwanzflosse verwachsen. Die winzigen Schuppen sind tief in die Haut eingebettet. Hauptmerkmale des Gestreiften Seewolfs sind die 10 bis 15 dunklen Körperstreifen von der Rückenflosse abwärts. Ihre Grundfarbe ist meist graugrün, aber auch fast schwarze oder rötlich braune Exemplare kommen vor. Erklärt werden diese Farbvarianten durch die Eigenschaft dieser Fischfamilie, ihre Grundfärbung dem Untergrund ihres Lebensraums anpassen zu können. So sind im Mud lebende Steinbeißer schlickig-blau, in Algengebieten gefangene Tiere bräunlich und aus seegrasreichen Flachwasser stammende grünlich.

Wissenswertes

Durch ihre Ernährung unterliegt das Gebiss des Steinbeißer einem besonders hohen „Verschleiß“ – doch die Natur hat vorgesorgt: Die abgenutzten Zähne fallen vor der Laichzeit aus und werden im Winter von einer Reihe nachgewachsener Zähne ersetzt.

Fangmethode

Grundscherbrettnetze (OTB)

OTB ist die Abkürzung für die Fangmethode Grundscherbrettnetze. Der aus unterschiedlichen Maschenweiten bestehende trichterförmige Netzkörper ist vorn auf jeder Seite mit jeweils einem Flügel versehen, welche zusammen mit dem Ober-und Unterspann eine Netzöffnung bilden, die durch Leinen verstärkt ist. Die horizontale Öffnung des Netzes wird maßgeblich durch zwei Scherbretter bewirkt. Die vertikale Öffnung wird durch Auftriebskörper sowie Gewichte am Grundtau erreicht. Das sogenannte Grundgeschirr wird den Bodengegebenheiten angepasst. Es besteht meist aus auf Stahldraht aufgezogenen Gummischeiben, Rollen oder anderen Abstandhaltern und soll die Fängigkeit des Netzes maximieren und es gleichzeitig vor Beschädigungen durch den unebenen Boden schützen. Unerwünschte Beifang in dieser Fischerei wird derzeit durch Maschengrößen-und Maschenformen sowie Sortier-, Selektion- bzw. Leitgitter vor allem im Netzende (Steert) reduziert. Sogenannte Fluchtfenster aus quadratischen Maschen ermöglichen wiederum ein Entkommen kleinerer Fische, während größere Tiere diese Fenster nicht passieren können.

Fanggebiet(e)

Fangmethode(n)

Grundscherbrettnetze (OTB)